Gottesdienstplanung
In den vergangenen Monaten haben wir als Kirchengemeinden intensiv darüber nachgedacht, wie wir unser gottesdienstliches Angebot tragfähig, lebendig und geistlich gehaltvoll gestalten können.
Aus diesen Überlegungen ist ein neues Gottesdienstkonzept entstanden, das ab dem Jahre 2026 umgesetzt wird. Es basiert auf einer Konzentration und zugleich einer Öffnung: In Broitzem wurde eine sogenannte "Schwerpunktgemeinde" eingerichtet, in der künftig weiterhin wöchentlich Gottesdienste stattfinden. Broitzem wird damit ein zentraler geistlicher Ort für unsere Region, der regelmäßig zur Begegnung, zum Gebet und zur Feier des Glaubens einlädt.
Die anderen vier Gemeinden – Geitelde, Leiferde, Stiddien und Timmerlah – feiern nun alle vier Wochen einen Gottesdienst. Hinzu kommen natürlich die Feiertage, an denen das kirchliche Leben weiterhin in gewohnter Form präsent bleibt. Dieses rotierende Modell ermöglicht es uns, Ressourcen sinnvoll zu bündeln: Es erlaubt einem Pastor, einer Prädikantin oder einem Lektor, an einem Sonntag zwei Gottesdienste hintereinander zu halten – etwa in Broitzem und einer weiteren Gemeinde.
Ein besonders innovativer Weg wird in der Gemeinde Rüningen gegangen. Dort ist das Gottesdienstkonzept noch einmal ganz anders gedacht: Unter dem Titel „Church-to-go“ wird die Kirche regelmäßig geöffnet als offener Raum für Gebet, Stille und Begegnung mit Gott. Menschen können kommen, wann es ihnen möglich ist, und auf ihre eigene Weise zur Ruhe kommen und beten. Ergänzt wird dieses Modell durch festliche Gottesdienste zu Feiertagen. „Church-to-go“ versteht sich als progressives Format, das bewusst neue Wege sucht, um Kirche im Alltag erfahrbar zu machen.
Henning Rühmann
